Sieger Noller lobt anspruchsvollen Hunsrück-Rallye-Sprint

 

 

 

Hettenrodt. Rainer Noller war eine Klasse für sich beim Hunsrück-Rallye-Sprint, den das Sportfahrerteam Hunsrück (STH) zum zweiten Mal rund um Hettenrodt veranstaltete. Der Klassefahrer aus Abstatt durchfuhr die drei 7,5 Kilometer langen Wertungsprüfungen mit seiner Beifahrerin Tanja Schlicht in seinem Mitsubishi Lancer Evo 9 am schnellsten. Seine 21:12,3 Minuten waren nicht zu schlagen. Wirkliche Konkurrenz hatte Noller keine, aber der Sieg flog ihm trotzdem nicht einfach so zu, und das lag an der Strecke des Rallyesprints. Sehr anspruchsvoll sei diese Rallye gewesen und deshalb sehr fordernd und sehr interessant, ließ der Sieger voller Anerkennung für die Veranstalter wissen. „Er hat richtig arbeiten müssen am Lenkrad“, freute sich Wolfgang Huhmann über das Lob eines der besten Rallyepiloten in Deutschland. Der Vorsitzende des Sportfahrerteams Hunsrück und Leiter der Rallye war überhaupt sehr zufrieden mit der Veranstaltung. „Es ist super Sport geliefert worden und wir hatten eine ganze Menge Zuschauer an der Strecke.“

 

 

 

 

Rainer Noller fühlt sich im Kreis Birkenfeld offenbar sehr wohl. Eine Woche nach seinem Sieg bei der Löwenrallye des AMC Birkenfeld landete er auch beim Hunsrück-Rallye-Sprint des Sportfahrerteams Hunsrück rund um Hettenrodt ganz vorne.

 

 

 

 

Huhmann und das STH nahmen dabei gerne in Kauf, dass die Zuschauer nicht an einem Punkt der Strecke blieben, sondern mehrere Zonen ansteuerten. „Eigentlich sind solche Besucherwanderungen ein kleines Problem für einen Veranstalter, aber es gehört zum Konzept dieses Rallyesprints, dass die Besucher kurze Wege haben und möglichst viel von den Teilnehmern und ihren Autos zu sehen bekommen“, erklärte Huhmann und ergänzte: „Viele sind so praktisch die ganze Wertungsprüfung abgegangen.“

 

 

 

Dass Noller mit knapp 30 Sekunden Vorsprung ins Ziel fuhr, war natürlich auch dem Ausfall des zweiten Ausnahmefahrers im Feld geschuldet. Wie schon eine Woche zuvor bei der Löwenrallye hatte Georg Berlandy mit seinem Opel Kadett C GTE Pech. Der Stromberger blieb schon bei der ersten Wertungsprüfung liegen. „Die Hinterachse war gebrochen“, informierte Huhmann.

 

 

 

So landete Markus Löffelhardt im BMW M3 auf Platz zwei. Huhmann war sehr angetan vom Auftritt des Neuensteiners mit Sarah Pfaff auf dem Beifahrersitz und lobte: „Das war stark. Er war richtig schnell unterwegs.“ Dritter wurde Steffen Schmid mit Anna-Carin Föhner als Co-Pilotin. Auch Schmids Leistung im Citroen beeindruckte Huhmann. „Früher sind wir mal gegeneinander gefahren. Er ist also nicht mehr der Allerjüngste, aber immer noch sehr schnell.“ 14 Sekunden hinter Löffelhardt kam Schmid ins Ziel. Zweimal war die WP-Leitung gefordert, denn es gab zwei Unfälle. Beide verliefen aber letztlich glimpflich, den Rallyeteams geschah nichts. Äußerst positiv bewerteten die Zuschauer, dass der Hunsrück-Rallye-Sprint den Sport in den Mittelpunkt rückt. Rallye pur wurde also rund um das Zentrum am Hettenrodter Bürgerhaus geboten – und das kam an.

 

 

 

Dass die Zahl der Nennungen im Vergleich zum Vorjahr deutlich zurückgegangen ist, hält Huhmann für normal. „Alle Veranstaltungen haben zu kämpfen, und prozentual ist der Rückgang bei unserem Sprint genauso groß wie bei anderen Rallyes“, erklärt er.

 

 

So trug die zweite Veranstaltung dazu bei, den Hunsrück-Rallye-Sprint weiter zu etablieren. Die Planungen für die dritte Ausführung laufen nämlich schon. „Aller guten Dinge sind drei“, lachte Huhmann und bestätigte so, dass es auch 2018 einen Hunsrück-Rallye-Sprint geben wird.


2. Hunsrück-Rallye-Sprint findet am 13.05.2017 statt

 

Mehr WP-Kilometer geplant

 

Nach einer erfolgreichen Premiere im Jahr 2016 wird es auch im kommenden Jahr einen Hunsrück-Rallye-Sprint geben. Unter dem Motto „Der Geist der Hunsrück-Rallye lebt weiter“ soll es eine zweite Auflage der Veranstaltung geben. Das Organisationsteam um Rallyeleiter Wolfgang Huhmann hat sich in den letzten Wochen dazu entschlossen, das gleiche Format wie in diesem Jahr durchzuführen. „Wir haben viele positive Rückmeldungen von Teilnehmern und Zuschauern erhalten und daher war uns schnell klar, dass wir diese Veranstaltung erneut durchführen wollen. Bei der Neuauflage werden wir die Dinge optimieren, die in diesem Jahr noch verbesserungswürdig waren. Dank der zahlreichen Rückmeldungen die wir erhalten haben, wissen wir wo wir uns noch verbessern können,“ zeigt sich Huhmann optimistisch, im Jahr 2017 erneut einen erfolgreichen Rallye-Sprint auf die Beine zu stellen. Wie bei der Erstauflage wird die Veranstaltung auch im Jahr 2017 nach dem Rallye 35-Reglement durchgeführt werden. Bei der Terminplanung traten kleine Probleme für das Sportfahrer-Team Hunsrück auf. „Durch andere Verpflichtungen des Vereins haben wir uns nun für den 13. Mai entschieden. Uns ist bewusst, dass dies eine Woche nach der Löwenrallye unserer Freunde des AMC Birkenfeld ist, jedoch konnten wir durch Terminkollisionen im Verein keinen anderen Termin wählen“, gibt Huhmann an.  Er fügt dann aber noch humorvoll an: „Im Hunsrück ist es so schön, da freuen sich manche Teilnehmer, dass sie zwei Wochen hintereinander im Kreis Birkenfeld zu Gast sein können.“

 

Organisationsleiter Kim Oliver Rieth hofft auf ein genau so gutes Zusammenspiel mit Behörden und Gemeinden wie bei der Premiere: „ Die Unterstützung die wir von den Gemeinden Hettenrodt und Kirschweiler, aber auch von der Verbandsgemeinde Herrstein erhalten haben, war einfach riesig. Das hat die Neuschaffung einer solchen Veranstaltung sehr unterstützt,“ erfreut sich Rieth am guten Zusammenspiel. Auf ein solch gutes Zusammenspiel hoffen die Organisatoren auch im kommenden Jahr.

 

Zum Schluss kündigt Rallyeleiter Huhmann noch eine Neuigkeit an: „Wenn die Gemeinden und Behörden mitspielen werden wir die Strecke um ca. 2,5 Kilometer verlängern und auch noch im Bereich Mackenrodt fahren. So kämen wir dann auf knapp 30 WP-Kilometer“ Bleibt also zu hoffen, dass die Veranstalter ihre Pläne umgesetzt bekommen. Dann steht einem tollen Rallye-Spektakel, bei hoffentlich strahlendem Sonnenschein, nichts im Wege.

 


16.04.2016

1. Hunsrück-Rallye-Sprint lockt Teams aus ganz Deutschland

 

Kaum noch Startplätze für den Rallyesprint frei

 

Mit einer solchen Resonanz haben beim Sportfahrer Team Hunsrück selbst die größten Optimisten nicht gerechnet. Die Premiere des 1. Hunsrück-Rallye-Sprints lockt viele Teilnehmer aus ganz Deutschland am 21. Mai in den Hunsrück. „Normal füllt sich die Nennliste vor den Veranstaltungen erst in den zwei Wochen vor dem Veranstaltungstag. Bei uns läuft es komplett anders. Wir haben jetzt, gut vier Wochen vor dem großen Tag,  schon 55 von 60 Startplätzen vergeben. Teilnehmer aus ganz Deutschland haben ihr Kommen angekündigt. Schön, dass hier und da auch alte Bekannte von der Hunsrück oder der Hunsrück-Junior von früher an den Start gehen werden, “ erfreut sich Rallye-Leiter Wolfgang Huhmann über das große Interesse an der Veranstaltung. Auch so manche Fahrer aus der Region möchten sich dieses Ereignis nicht entgehen lassen und haben für die Veranstaltung genannt. Aber auch der ein oder andere namhafte Fahrer wird Mitte Mai rund um Hettenrodt zu sehen sein. Unter anderem hat das Team Köhler/Hägele auf ihrem 350 PS starken BWM M3 genannt. Aber auch deutsche Rallye-Meister aus dem Jahr 2013, Georg Berlandy aus Stromberg, beim ersten Lauf zur deutschen Rallye-Meisterschaft in diesem Jahr noch Gesamtzweiter, hat sein Kommen zugesichert.

 

„Da wir nur die eine Prüfung haben die dreimal befahren wird, können wir nicht viel mehr Teilnehmer annehmen, da sonst die Pause für die Teams zu lange und die Wegeschäden auf den Schotterpassagen zu groß werden würden.  Aber wir haben uns dazu entschieden, noch 5 Wildcards zu vergeben, so dass letztendlich insgesamt 65 Teilnehmer über die Startrampe rollen werden,“ gibt Huhmann an. Darüber hinaus werden vor dem eigentlichen Teilnehmerfeld noch 10 historische Rallye-Fahrzeuge die Zuschauer begeistern (Bericht darüber folgt), so dass zusammengefasst insgesamt 75 Teilnehmer ihre Driftkünste beweisen werden. „Sowohl bei den Vorauswagen, aber auch im regulären Teilnehmerfeld wird so manches Schmuckstück zu bewundern sein,“ freut sich Rallyeleiter Huhmann auf interessante Rallye-Fahrzeuge vor Allem aus den früheren Rallye-Jahren.

 

 


12.02.2016

Neue Rallye soll den Nachwuchs fördern und alten Flair erwecken

 

Sportfahrer Team Hunsrück veranstaltet wieder eine eigene Rallye

 

Das Sportfahrer Team Hunsrück aus Idar-Oberstein, hauptverantwortlich für die Prüfungen auf der weltweit bekannten Panzerplatte im Rahmen der ADAC  Rallye Deutschland, geht neue Wege. Am 21. Mai veranstaltet die Truppe um Präsident Henning Wünsch den 1. Hunsrück-Rallye-Sprint. „Unser Nachwuchs im Verein ist an uns heran getreten und hat darum gebeten, eine eigene Veranstaltung zu organisieren. Zu Beginn gab es verschiedene Möglichkeiten, jedoch bleiben wir dem Rallyesport, unserer sportlichen Heimat, treu.“ freut sich Wünsch über die Entschlossenheit der „jungen Garde“. Mit Florian Lofi, Michael Wilke, Marcus Göbel, Andre Bender, Andre Vohl, Mario Stähler und Kim Oliver Rieth hat sich eine schlagkräftige Truppe zusammengefunden, um den 1. Hunsrück-Rallye-Sprint zu organisieren. Die sieben Herrschaften sind fast alle seit Jahren als WP-Leiter oder stellv. WP-Leiter bei der ADAC  Rallye Deutschland im Einsatz. Neben Henning Wünsch werden  Werner Rehles, Wolfgang Huhmann und auch Waltraud Wünsch in beratender und unterstützender Funktion der Truppe zur Seite stehen „Als Einstieg wollten wir keine zu hohe Hürde nehmen und haben uns für das Format Rallyesprint entschieden“, gibt Wünsch an. Bei einem Rallyesprint gibt es nur eine Prüfung, die mehrmals befahren wird. Bei Teilnehmern wird dieses Format immer beliebter, da sich mit geringem Aufwand und wenig Kosten viel Spaß haben lässt.

 

Nachdem das Format gefunden wurde, ging es an die Suche nach einer geeigneten Strecke. Schnell kam die Idee auf, eine alte Strecke der legendären Hunsrück-Junior-Rallye zu reaktivieren. Und so wurde man in der Verbandsgemeinde Herrstein fündig. Das Rallyezentrum wird im Bürgerhaus in Hettenrodt sein und unweit von dort gehen dann die Rallye-Piloten auf Bestzeitenjagd. Gefahren wird ein Rundkurs auf den Gemarkungen Hettenrodt und Kirschweiler. Dreimal rund 7,5 Kilometer stehen auf dem Plan, davon rund 24 Prozent auf Schotter. Das Tolle an der Örtlichkeit: Für die Teams stehen nur sehr geringe Verbindungsetappen (lediglich 25 Prozent der Gesamtstrecke) auf dem Programm und Zuschauer, wie auch pausierende Fahrer können das Wirken der Konkurrenz nach paar Metern Fußweg selbst bestaunen. „Hettenrodt bietet optimale Voraussetzungen für diese Veranstaltung. Das Bürgerhaus und die Flächen drum herum bieten uns den notwendigen Platz und die Strecke ist einen Steinwurf vom Rallyezentrum entfernt,“ erfreut sich Wünsch über die Kompaktheit dieser Veranstaltung. Dann fügt er noch hinzu:“ Noch erfreulicher ist, dass die Gemeinden Kirschweiler und Hettenrodt der Veranstaltung zugestimmt haben und uns bei der Durchführung tatkräftig unterstützen. Der Antrag auf Genehmigung ist auch schon bei der Kreisverwaltung eingereicht.“

 

Es liegt noch viel Arbeit vor den „jungen Wilden“ vom STH. Nachdem die Genehmigungsanträge und die Ausschreibung für die Veranstaltung erarbeitet und eingereicht wurden, geht es Schlag auf Schlag weiter. Ein Sicherheitsplan für die Wertungsprüfung sowie ein Zuschauerkonzept muss erarbeitet werden. Sponsoren müssen gefunden und Werbemaßnahmen eingeleitet werden. Helfer und Offizielle bestimmt und benannt, Absprachen mit den Gemeinden und Vereinen getroffen werden. Genug zu tun also noch bis Mitte Mai.

 

Motiviert wird die Truppe von den Rückmeldungen der heimischen Teams. „Wir haben jetzt schon sehr viele positive Rückmeldungen von Aktiven wie Udo Schmidt, Rolf Korell oder Heiko Schmitt erhalten. Die Rallyeszene freut sich auf eine Veranstaltung von uns und manch einer hofft bestimmt auf das alte Hunsrück-Junior-Flair von früher. Aber eins können wir jetzt schon festhalten: Eine Hunsrück-Rallye wie früher wird es nicht mehr geben. Wir fühlen uns mit der Panzerplatte in der Rallye-Weltmeisterschaft pudelwohl und freuen uns, diese große Bühne  mit so vielen Menschen genießen zu dürfen.“